Die eigene Gesundheit und die der Angehörigen und Freunde stehen für die meisten Menschen an oberster Stelle. Dennoch kommt Krankheit häufig unerwartet und Pflegebedarf steht plötzlich an. Neben den Sorgen um das Leben treten Fragen zu unterschiedlichen Pflegeleistungen auf und worauf bei der Wahl des Pflegedienstes zu achten ist. Die Kostenübernahme ist dabei ein wichtiger Aspekt.
NADel e. V. kennt die Sorgen und Fragen Betroffener und möchte ihnen mit seinem Wissen und Erfahrungen bei der Pflegeplanung zur Seite stehen.

Wir bieten Ihnen umfassende und ausführliche Unterstützung bei der Beantragung der Pflegestufe und Finanzleistungen an.

Wenn externe Hilfe erforderlich wird

Häusliche Krankenpflege
Wer nach einem Krankenhausaufenthalt entlassen wird und vorübergehend Pflege benötigt, hat Anspruch auf häusliche Krankenpflege. Eine Verordnung erfolgt zunächst durch den Klinikarzt oder den Hausarzt.

Häusliche Grund- und Behandlungspflege
Menschen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens Hilfe bedürfen, sind pflegebedürftig. Diese ist auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße (§ 15) absehbar.

Jeder Versicherte kann über die Krankenkasse eine Pflegestufen bzw. ein Gutachten für die Einstufung in Auftrag geben. Der Anspruch auf Pflegeleistungen wird durch ein Pflegegutachten des MDK geklärt.
Bis zum Entscheid, im Idealfall einer Bewilligung, wird kein Geld ausgezahlt. Eine Schnellbegutachtung kann - durch ein Krankenhaus oder einen anerkannten Palliativpflegdienst - beim MDK beantragt werden.
Wenn möglich, sollte die Beantragung mit dem betreuenden Pflegedienst und den behandelnden Ärzten rechtzeitig abgestimmt werden, damit in der Schwebezeit bis zur Bewilligung kein finanzieller Engpass eintritt. Die Pflegedienste sind berechtigt, das Geld direkt von den Patienten einzufordern.

Pflegestufen

Wenn Menschen Hilfe im täglichen Leben brauchen, ist die Art dieser Hilfe meistens ganz individuell und abhängig von den körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen. Mal handelt es sich um die Versorgung mit warmen Mahlzeiten, mal um pflegerische Leistungen. Der zeitliche Aufwand wird individuell ermittelt.
Drei Pflegestufen wurden vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) festgelegt. Die Einstufung in eine Pflegestufe erfolgt nach einer Begutachtung des Antragstellers und der Ermittlung des individuell notwendigen Zeitaufwands. Es werden nur die Pflegeverrichtungen anerkannt, die sich auf die in den Begutachtungsrichtlinien (Bri) festgelegten Zeitfenster beziehen.
Zu den „ergänzenden Leistungen zur häuslichen Pflege“ zählen Leistungen für Tages- und Nachtpflege, Verhinderungspflege und Pflegevertretung bei Ausfall der Pflegeperson wegen Urlaub, Krankheit oder anderer Gründe. Auch diese Leistungen werden bei Bewilligung von den Kostenträgern und Pflegediensten übernommen.

Kriterien für die Einstufung in eine Pflegestufe können Sie hier nachlesen.


Umfangreiche weiterführende Informationen zum Thema Pflegestufen finden Sie hier.