Die Gründe für einen plötzlichen Krankenhausaufenthalt mit anschließendem Pflegebedarf können vielfältig sein. Die Verweildauer im Krankenhaus ist heutzutage sehr kurz und der Gesundungsprozess wird in die häusliche Versorgung verlagert. Professionelle ambulante Pflege ist notwendig, um den Heilungsprozess zu begleiten und Komplikationen oder gar eine Rücküberweisung ins Krankenhaus zu vermeiden.

Das Entlass- oder Entlassungsmanagement ist ein Leistungsangebot, das den vorbereiteten Übergang des Patienten vom Krankenhaus in die ambulante Versorgung gewährleistet. Der Soziale Dienst des Krankenhauses leitet in Zusammenarbeit mit den Ärzten die Überleitung ein. Der Unterstützungsbedarf und ein möglicher Entlassungsmoment werden ermittelt, um den Patienten in eine gut vorbereitete medizinisch – pflegerische Versorgung in der Häuslichkeit zu entlassen.

Die Ziele

Der Übergang vom Krankenhaus in die ambulante Pflege ist eine sensible Schnittstelle. Gerade kurzfristige Entlassungen führen zu unzureichenden Informationen, die eine Weiterversorgung zu Hause erschweren. In einer solchen Situation stellen sich dem Patienten bereits im Krankenhaus belastende Fragen:

  • Wer versorgt mich?
  • Welche Pflege kann ich beanspruchen und wer übernimmt welche Kosten?
  • Welche Anträge sind zu stellen?
  • Woher weiß ich, ob ich alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe?

Diese und mehr Fragen beunruhigen den Patienten und auch seine Angehörigen.
NADel e. V. steht in Kooperation mit dem Zweckverband der Kliniken im Mühlenkreis um den Übergang für Patienten, Angehörige, Haus-, und Fachärzte sowie Pflegeanbieter kompetent und fürsorglich zu gestalten.
Eine Beratung zur ambulanten Pflege kann auf Wunsch bereits am Krankenbett erfolgen. Patient und Angehörige behalten dennoch ihr Recht auf freie Wahl des Pflegedienstes.
Ziel der Beratung ist eine kontinuierliche und bedarfsgerechte Versorgung nach dem Krankenhausaufenthalt sicherzustellen - insbesondere, wenn die Entlassung zum Wochenende erfolgt.
Die Pflegeübergabe kann bereits am Krankenbett erfolgen. Dabei soll eine Unter-, Über-, oder Fehlversorgung vermieden werden. Pflegehilfsmittel, die verordnete Medikamentgabe und ein bedarfsgerechtes Pflegekonzept können so im Vorfeld beantragt und gestaltet werden. Dazu wurde im Mühlenkreis ein   gemeinsamer Pflegeüberleitungsbogen entwickelt. Wird ein Patient umgekehrt von der häuslichen Pflege in eine der Kliniken des Mühlenkreises übergeleitet, füllt der Pflegedienst einen Pflegeüberleitungsbrief zur Information des behandelnden Klinikpersonals aus.
Die Überleitung eines Palliativpatienten erfolgt durch PAN, dem Palliativ Ambulant Netzwerk im Kreis Minden-Lübbecke.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Beratungsflyer "Wenn ambulante Pflege nötig wird" und auf unserer "Prüfliste zur Überleitung in die ambulante Pflege".

Informationen erhalten Sie auch durch den Sozialen Dienst im Krankenhaus oder bei NADel e. V.

Service-Telefon: 01805-009624 (14 Cent je 60 Sekunden)

Auf Wunsch werden Sie am Bett beraten. Die freie Wahl des Anbieters bleibt erhalten.