Die Arbeit in einem ambulanten Pflegedienst hat für den einzelnen Mitarbeiter einen ganz eigenen Reiz. Jeder lernt seine Kunden und die Angehörigen mit der Zeit gut kennen und baut ein vertrautes Verhältnis auf. Dadurch gibt es immer wieder schöne Situationen und besondere Erinnerungen.
Auf dieser Seite beschreiben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit und stellen deren Besonderheiten heraus.

Meine Arbeit in der ambulanten Pflege
Das besondere in der ambulanten Pflege ist, dass Menschen, die krank sind bzw. Hilfe benötigen, diese erhalten, ohne dass sie ihre gewohnte Umgebung verlassen müssen. Die Patienten können bei ihren Partnern oder Angehörigen bleiben und müssen nicht alleine in einer ungewohnten Umgebung leben.
Anders als im Krankenhaus ist das Pflegepersonal der Gast. So muss bei jedem Patienten auf dessen Wünsche eingegangen und die Umgebungsfaktoren akzeptiert werden. Besonders schön ist es, wenn man zu einem Patienten kommt und der sich freut, dass man kommt. Wenn er einen sozusagen gerne aufnimmt, das macht Spaß.
Besonders herausfordernd ist, dass bei manchen Patienten die Umgebung nicht so ordentlich ist und es teilweise auch schlecht riecht, wenn man dorthin kommt.
Außerdem sind manche Zimmer zu klein bzw. uneben, was die Behandlung erschwert.
Ich kann diese Arbeit weiter empfehlen, da sie vielseitig ist.

Es gibt für jeden den passenden Beruf - für mich ist es die ambulante Pflegekraft
Ob jemand in der ambulanten Pflege arbeitet oder nicht, muss er selber entscheiden, da kann ich keinen Rat geben. Ich kann allerdings sagen, dass diese Arbeit schon sehr herausfordernd ist, denn jeder muss sehr eigenständig und verantwortungsbewusst arbeiten und auch in Notfallsituationen rasch und richtig reagieren. Denn, und das unterschiedet von der stationären Pflege, wir arbeiten in den Privaträumen unserer Kunden. Hier können wir leichter den verschiedenen Wünschen und Bedürfnissen nachkommen.
Es gibt zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Die ständige Förderung von Selbstständigkeit und Selbstverantwortung erhöht letztlich das Selbstvertrauen – und das ist nicht nur im Beruf wichtig
Ich habe viele schöne Erinnerungen aus meiner Arbeitszeit, aber eine ist besonders. Damals war eine Kundin aus dem Bett gefallen und kam mit einem subduralen Hämatom (Bluterguss unter der harten Hirnhaut, Anm. der Redaktion) und Pflegestufe III  in die Kurzzeitpflege. Im Anschluss lag sie dann völlig immobil und über eine Sonder ernährt zu Hause. Aber nach 8-9 Monaten ging es ihr wieder so gut, dass sie eigenständig die Wohnungstür öffnete, wenn jemand kam. Wirklich toll! Die Zusammenarbeit mit Ihr und den Angehörigen war so harmonisch und vor allem effektiv, dass die Kundin wieder so gesund geworden ist.
(Katrin Hindenburg, Mitarbeiterin von K&K)

Im Sekretariat eines ambulanten Pflegedienstes
Im Bereich der ambulanten Pflege zu arbeiten finde ich als sehr interessant. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Man muss viel telefonieren und hat manchmal auch persönlichen Kontakt zu Kunden, deren Angehörigen und natürlich auch zu den Mitarbeitern in der ambulanten Pflege.
Es bedarf vieler organisatorischer Fähigkeiten um einen einwandfreien Ablauf zu gewährleisten. Auf die Bedürfnisse der Kunden sowie der Mitarbeiter einzugehen steht dabei immer im Vordergrund. Es ist ein sehr schönes Gefühl, wenn man positive Rückmeldungen von beiden Seiten erhält. Durch den Austausch mit den Mitarbeitern hat man einen guten Einblick in den täglichen Ablauf und ist stets eingebunden. Das Aufgabengebiet ist sehr vielfältig und es ist erforderlich, sehr schnell auf unvorhergesehene Dinge zu reagieren. Man muss flexibel sein und jederzeit neue Kenntnisse und Informationen umzusetzen. Durch die angebotenen Fortbildungen in allen Bereichen ist man immer gut informiert.

Die Arbeit mit Menschen macht Spaß
In der ambulanten Pflege zu arbeiten macht besonders Spaß, denn man lernt verschiedene häusliche Umgebungen kennen. Besonders herausfordernd ist es, so spontan reagieren zu müssen. Ich habe bei diesem Beruf die Möglichkeit mich selbst zu verwirklichen und kann diese Arbeit nur empfehlen. Denn es macht Spaß mit vielen verschiedenen Menschen zu arbeiten.

Die ambulante Pflege ist für mich der richtige Beruf
Bei der Arbeit in der ambulanten Pflege muss ich mich stets auf verschiedene Menschen einstellen. Dabei spielen das Alter, die Herkunft, die verschiedenen Krankheitsbilder bzw. der individuelle Arbeitsauftrag eine große Rolle. Die Abwechslung in den Pflegetouren, auch zeitlich (morgens, mittags und abends) gefällt mir, ebenso der Umgang mit Menschen. Ganz wichtig für mich ist das selbstständige Arbeiten.
Der Zeitdruck und darum auch schlechte Wetterlagen fordern mich und unser Team leider zusehends. Auch die Arbeit mit jungen Kranken, wenn eine Genesung nicht mehr zu erreichen ist, ist schon sehr belastend.
Besonders schön empfinde ich immer die Dankbarkeit und das wachsende Vertrauen von Kunden, das sich während der Pflegezeit oft einstellt. Es gibt mir das Gefühl am richtigen Arbeitsplatz tätig zu sein.
Möchte jemand wissen, ob ich diese Arbeit empfehlen würde, kann ich nur ganz klar JA sagen.

Wichtig ist gegenseitiges Vertrauen
Der Einblick in das Leben der Kunden, in ihre Gewohnheiten und ihre Eigenheiten macht die Arbeit in der ambulanten Pflege für mich zu etwas Besonderem. Das gegenseitige Vertrauen und die Offenheit uns gegenüber macht mir viel Spaß. Die größten Herausforderungen erfahren wir, wenn wir die zahlreichen Arbeiten in engen Zeitplänen erfüllen müssen; dabei den Forderungen des Systems und den menschlichen Bedürfnissen entsprechen müssen. Auch die Arbeitszeiten erfordern viel Planung für das eigene Leben. Es ist schon vorgekommen, dass ich mich in einer Notsituation aber etwas überfordert gefühlt habe - das war für mich besonders schlimm.
Ich finde, die persönliche Entwicklung der einzelnen Mitarbeiter wird in der Arbeit sehr gefördert. Durch das auf-sich-gestellt-sein in der ambulanten Pflege kommen individuelle Stärken und Schwächen schnell zutage und man kann dagegen etwas tun.
Besonders schön erlebe ich die Momente, wenn ein Charakterzug oder die Besonderheit eines Kunden sichtbar wird und wenn wir zusammen lachen müssen.

Ein Lächeln zum Dank
Das Schöne am Beruf in der ambulanten Pflege ist die eigenverantwortliche und selbstständige Arbeit. Man weiß nie, was auf einen zukommt, und jeder Tag ist anders.
Es gibt Fortbildungen für jeden Mitarbeiter, in Abhängigkeit seiner Fähigkeiten und Wünsche.
Die schönsten Erlebnisse sind für mich immer die, in denen die Patienten lächeln und es ihnen gut geht.
Ich kann diesen Beruf wirklich jedem empfehlen. Es ist aber immer wichtig, dass sich ein Mitarbeiter für die Arbeit in der Mobilen Pflege berufen fühlt.

Gut gelaunt im eigenen Heim
Die Arbeit als Pflegehelfer im ambulanten Dienst ist sehr abwechslungsreich. Es ist herausfordernd und anspruchsvoll sich auf die vielen Eigenheiten der Patienten einzustellen. Es macht nicht immer Spaß, schlecht gelaunte Patienten zu pflegen, aber durch die vielen verschiedenen Menschen und Situationen kann ich unterschiedliche Erfahrungen sammeln. Mir fällt aber auf, dass die Menschen, die ich betreue und die zu Hause sind, meistens viel besser gelaunt sind, als die, die in einem Heim leben – das macht Spaß. Besonders gerne und wenn die Zeit reicht, gehe ich mit den Patienten bei gutem Wetter spazieren.
(Pflegehelfer, männl.)